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Weiss überdrucken?

Kennen Sie dieses Problem?

 Weisse Boxen

Ein PDF-Dokument mit einem Schlagschatten, der mit aktivierter «Überdrucken-Vorschau» in Acrobat visuell korrekt dargestellt wird (Beispiel links), kann vom Drucker wie in der «Überdrucken-Vorschau» dargestellt gedruckt werden. Wenn das Druckresultat falsch ist (Beispiel rechts), wurde das PDF beim Drucker verändert.

 

Im Beispiel-PDF ist ein überdruckender Grauverlauf (Schlagschatten) in Form eines CMYK-Bildes auf einem Schmuckfarbobjekt (der gelbe Hintergrund) positioniert. Nur durch die Option «Überdrucken-Vorschau» wird der Schlagschatten am Bildschirm richtig dargestellt. Diese Einstellung ist nur für die Darstellung am Bildschirm wichtig und zeigt, ob die Datei richtig aufgebaut wurde.

 

«Weiss überdrucken» / «Weiss aussparen»

Definition von Weiss:

  • 0% DeviceCMYK
  • 0% Separation «Black»
  • 0% DeviceN mit Kanal «Black»
  • 100% DeviceGray

Natürlich sollte weisser Text auf farbigem Hintergrund aussparen. Unser Schlagschatten-Beispiel zeigt aber, dass das generelle Abändern von «Weiss überdrucken» zu «Weiss aussparen» zumindest im Offsetdruckbereich falsch ist.

 

«Die weissen Boxen sind ein häufiges Nebenprodukt der Transparenzreduzierung, wenn Sonderfarbenkanäle unter den beteiligten Seitenobjekten zu finden sind. Diese leeren Kanäle sind dann als weisse, überdruckende Flächen/Bilder definiert. Bei aktivierter Überdruckenvorschau bzw. bei korrekter Beachtung der Überdrucken-Information bei der Ausgabe verschwinden die weissen Kasten, da CMYK-Weiss überdrucken bedeutet und somit an diesen Stellen keinerlei Farbauftrag bzw. Farbveränderung erfolgt.» Robert Zacherl, Impressed GmbH

 

Empfehlung für Datenempfänger

Wenn beim Druck statt einem Schlagschatten eine «weisse Box» erscheint, überprüfen Sie im RIP, ob fälschlicherweise «Weiss überdrucken» zu «Weiss aussparen» abgeändert wird.

 

Schlagschatten als Sonderfarbe

 Schlagschatten als Sonderfarbe

Bei diesem Beispiel-PDF ist  der Schlagschatten mit einer Sonderfarbe eingefärbt. Folgende Frage stellt sich: warum ist bei diesem Beispiel der Schlagschatten ohne aktivierte Überdrucken-Vorschau nicht sichtbar? Ebenso fehlt der Schlagschatten auf dem Ausdruck?

 

Technisch ist es so gelöst, dass das Cyan-Bild (in Form eines DeviceCMYK-Objekts) über dem Schmuckfarbverlauf (Schlagschatten) liegt und nur die Überdrucken-Vorschau das Schmuckfarbobjekt am Bildschirm nicht ausspart.

 

Unterstützt der RIP keine Überdrucken-Vorschau, muss diese auch im erweiterten Druckdialog aktiviert werden. Nur so funktioniert die Simulation auf dem Ausdruck. Professionelle RIPs haben keine Probleme damit.

 

Transparenzeffekte in Verbindung mit Schmuckfarben werden nach der Transparenzreduzierung immer mittels überdruckenden Elementen gelöst. An den Überdruckeinstellungen darf daher nichts mehr geändert werden, bzw. dürfen bestehende Überdruckeninfos und Overprintmodi nicht nachträglich deaktiviert werden.

 

Empfehlung für Datensender und Datenempfänger

PrintOnline empfiehlt allen Datensendern und Datenempfängern die Überdrucken-Vorschau in Acrobat standardmässig zu aktivieren. In Acrobat 8 Professional befindet sich diese Option im Menü «Erweitert» unter «Druckproduktion»; in Acrobat 7 Professional im Menü «Erweitert».

 

Folgende Links geben Ihnen weitere Infos zu diesem Thema:

 

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